An einem sonnigen Tag kommt es nicht selten vor, dass uns eine Wiese zum verweilen anlockt und die Temperaturen dazu einladen, Schuhe und Strümpfe auszuziehen. Da diese verlockenden Wiesen, mit all dem blühenden Klee nicht nur uns anziehen, sondern auch die vielen kleinen fleißigen Bienchen, die eifrig den Nektar der Blüten sammeln, kommt es doch hin und wieder ungewollt dazu, dass wir mit unseren Füßen eine Biene in Bedrängnis bringen. Diese wehrt sich dann mit ihrem Stachel, der ein Gift absondert, welches zu heftigem Brennen und auch einer Schwellung im Gewebe führt.

Ganz aktuell ist mir das gerade passiert. Was also tun, wenn man gerade noch fröhlich barfüßig über die sich wohlig anfühlende Wiese stapft und dann durch den plötzlichen Schmerz je gestoppt wird?
Der erste Schritt ist, die Einstichstelle genau anzuschauen. Wenn sich noch Stachelteile in der Haut befinden, müssen diese sofort sorgfältig entfernt werden. Beim Gebrauch der Finger (wie auch beim Gebrauch einer Pinzette) ist darauf zu achten, dass nicht die am Stachel hängende Giftdrüse ausgedrückt und damit das restliche Gift ins Gewebe entleert wird. Unterwegs tut es auch ein Messer oder ein anderer scharfkantiger Gegenstand, mit dem dann durch Schaben der Stachel entfernt werden kann.
Wenn der Stachel entfernt ist, können weitere Maßnahmen folgen, die helfen den Schmerz und die entstehende Schwellung zu lindern oder sogar gänzlich zu verhindern.
Heilkraft der Hände
Meine erste Wahl am Sonntag, als ich so freudig über die Wiese ging und dann von einer Biene gestochen wurde, war ein „Energielenken“. Eine der stärksten Heilkräfte befindet sich in unseren Händen, nur sind die meisten von uns darin nicht geschult. Mütter nutzen diese Kraft oft instinktiv, indem sie mit den Händen die Stelle berühren, an der das Kind die Verletzung hat. Mit gezielter Vorstellungskraft lässt sich die Wirkung zu verblüffenden Ergebnissen steigern. Ich selbst habe über die Beschäftigung mit der CranioSacral Therapie (wer mehr darüber erfahren möchte kann gerne auf meiner Internetseite www.spirit-rebalance.de stöbern) die hilfreichen Möglichkeiten meiner Hände erfahren und zu gebrauchen gelernt.
Wie geht „Energielenken“?
Eine Hand wird direkt auf den Stich gelegt und die andere Hand wird gegenüberliegend platziert. Bei dem Stich am Fuß lag dann also eine Hand auf der Sohle (da war der Stich) und die andere Hand auf dem Fußrücken. Dann ist es die Vorstellungskraft mit der man arbeitet. Lass in deiner Vorstellung Licht von einer Hand in die andere fließen und bleibe bei dieser Vorstellung, bis sich ein gleichmäßiges „Strömen“ und eventuell auch vermehrte Wärme an der behandelten Stelle einstellt. Vor deinem inneren Auge siehst du, wie das Licht jetzt ungehindert von einer Hand zur anderen fließen kann.
Zwischendurch kann es sein, dass der Schmerz zunächst ansteigt, so war es auch bei mir an diesem Tag. Es lohnt sich dann aber dabei zu bleiben, denn nach ca. 3 Minuten intensiver Vorstellungsarbeit, war der Schmerz aufgelöst. Nachdem ich die Hände entfernt hatte, konnte ich kaum noch ausmachen, wo denn jetzt der Stich war. Erst später am Tag konnte ich durch eine rötliche Einfärbung erkennen, wo das Gift ins Gewebe gelangt war. An diesem Tag brauchte ich keine weitere Unterstützung, es war kein Schmerz mehr vorhanden und es bildete sich auch keine Schwellung. Durch das Nutzen meiner Hände konnte ich gleich an Ort und Stelle bleiben und den Nachmittag in der Sonne auf der Wiese ohne weitere Unterbrechung genießen.
Weiter Möglichkeiten im Umgang mit Bienenstichen
Salz
Weil es in jedem Haushalt vorhanden ist, empfehle ich einen kühlenden Umschlag mit Salz. Dafür löst man etwas Salz (nach Möglichkeit hochwertiges Salz, wie Meersalz oder Himalaya-Steinsalz) in Wasser auf und tränkt ein Baumwolltuch damit und verwendet es als Auflage. Eine 3 - 10 %ige Lösung ist für Umschläge geeignet.
Spitzwegerich
Auch sehr einfach in der Anwendung, da er fast auf jeder Wiese wächst, ist der Spitzwegerich. Man nimmt ein oder mehrere Blätter, zerstößt sie, so dass der Zellsaft austreten kann und legt sie dann auf, oder träufelt den austretenden Saft direkt auf den Stich.

Homöopathie
Große Dienste nach einem Stich, leistet das Mittel Apis mellifica – die homöopathisch aufbereitete Biene. Besonders hervorzuheben ist ihre Kraft, einer Allergisierung, die immer häufiger bei Kontakten mit dem Bienengift auftreten, vorzubeugen.
So ist der Besitz einer Gabe (3 Globuli) Apis mellificia in der Handtasche schon für manche zur Rettung des Familienausflugs geworden. Die Anfangs heftigen Schwellungen nehmen oft in rascher Geschwindigkeit nach Einnahme des Mittels ab. Dabei gilt in der Homöopathie, je höher die Potenz, desto schneller tritt die Wirkung ein. Ravi und Carola Roy empfehlen in ihrem Buch „Selbstheilung durch Homöopathie“ die Potenzhöhe C 200. Diese Wahl kann ich in ihrer Wirkung in dem akuten Fall eines Stiches bestätigen. Aber es kann auch jede andere Potenz verwendet werden. Üblich in der Hausapotheke ist eine D 6, dann muss das Mittel jedoch alle 30 Minuten eingenommen werden bis eine Besserung eintritt.
Dies ist nur eine kleine Auswahl an Tipps für den Umgang mit Bienenstichen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ersetzt auch nicht bei einem komplizierten Geschehen den Besuch beim Arzt.


1 Comments:
Schöner Beitrag mit vielen neuen Alternativen zu den üblichen, propagierten Mitteln. Kannte die positive Wirkung von Spitzwegerich bei Stichen noch gar nicht. Und wirklich eine meistens "naheliegende" also griffbereite Heilpflanze.
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